Schlaf & Nacht

Heiße Füße nachts

Kennst du das Gefühl, wenn du dich nachts im Bett umherwälzt, weil deine Füße sich unangenehm heiß anfühlen? Heiße Füße in der Nacht sind ein weit verbreitetes Phänomen, das viele Menschen betrifft. Die Ursachen können unterschiedlich sein, aber die gute Nachricht ist: Es gibt Möglichkeiten, das Problem zu lindern.

Heiße Füße nachts - Schlaf & Nacht

Heiße Füße Nachts – Ursachen und Tipps für Abhilfe

Heiße Füße in der Nacht sind ein weit verbreitetes Phänomen, das viele Menschen betrifft. Die Ursachen können unterschiedlich sein, aber die gute Nachricht ist: Es gibt Möglichkeiten, das Problem zu lindern. In diesem Blogbeitrag erfährst du, was heiße Füße nachts verursacht und welche Maßnahmen du ergreifen kannst, um besser zu schlafen.

Die Beschwerden äußern sich oft als brennendes, kribbelndes oder stechendes Gefühl in den Füßen, das sich nachts verstärkt. In der Medizin wird dieses Phänomen alsBurning-Feet-Syndrom bezeichnet, eine Nervenreizung (Polyneuropathie), die sich besonders nachts bemerkbar macht. Dies liegt daran, dass weniger Ablenkung vorhanden ist und Wärme die Symptome verstärken kann.

Warum treten heiße Füße nachts auf?

In der Nacht verlangsamt sich die Durchblutung, und der Körper stellt sich auf Ruhe ein. Gleichzeitig kann die Körpertemperatur ansteigen, was bei manchen Menschen zu heißen Füßen führt.

Weniger Ablenkung: Tagsüber sind wir durch Alltagsaktivitäten abgelenkt. Nachts, wenn wir zur Ruhe kommen, werden unangenehme Empfindungen stärker wahrgenommen. Das gilt besonders für Nervenreizungen wie beim Burning-Feet-Syndrom.

Veränderte Nervenaktivität: In Ruhe verändert sich die Aktivität der peripheren Nerven. Schmerzsignale werden ohne die tagsübliche Ablenkung deutlicher wahrgenommen.

Bettwärme verstärkt Symptome: Die Wärme unter der Bettdecke kann das Gefühl von Hitze in den Füßen verstärken. Zusätzlich führt Druck und Berührung durch die Bettdecke bei manchen Betroffenen zu einer Zunahme der Beschwerden.

Was ist das Burning-Feet-Syndrom?

Das Burning-Feet-Syndrom ist eine Nervenerkrankung, die sich durch intensive Nervenschmerzen in den Füßen äußert. Charakteristisch sind Kribbeln, Stechen, ein brennendes Gefühl und "Ameisenlaufen" (Parästhesien), oft begleitet von Rötungen und Empfindlichkeit der Haut.

Die Erkrankung kann unterschiedliche Schweregrade haben – von milden Empfindungen bis hin zu starken Schmerzen, die den Schlaf erheblich stören. Meistens sind die Fußsohlen betroffen, in manchen Fällen kann sich das Gefühl aber auch bis zu den Knöcheln oder Unterschenkeln ausbreiten.

Wichtig: Eine ärztliche Abklärung ist unbedingt empfehlenswert, um die genaue Ursache festzustellen und gezielt zu behandeln. Das Burning-Feet-Syndrom kann ein Hinweis auf verschiedene Grunderkrankungen sein.

Mögliche Ursachen für heiße Füße

Nervenschäden (Polyneuropathie)

Eine der häufigsten Ursachen für heiße Füße nachts ist die periphere Neuropathie – eine Schädigung der peripheren Nerven, die Füße und Hände versorgen.

  • Diabetes mellitus: Die diabetische Neuropathie ist eine häufige Ursache
  • Alkoholmissbrauch: Langfristiger Alkoholkonsum kann Nerven schädigen
  • Medikamente: Bestimmte Medikamente (z.B. Chemotherapeutika) können Neuropathie auslösen
  • Infektionen: Virus- oder Bakterieninfektionen können Nervenschäden verursachen
  • Nierenerkrankungen: Nierenfunktionsstörungen können zu Neuropathie führen

Mangelerscheinungen

Ein Defizit an B-Vitaminen ist eine häufige Ursache für das Burning-Feet-Syndrom.

  • Vitamin B12-Mangel: Kann Nervenschäden verursachen
  • Vitamin B5 (Pantothensäure): Historisch die Hauptursache des ursprünglichen Burning-Feet-Syndroms
  • Vitamin B1, B2, B6: Wichtig für die Nervengesundheit
  • Folsäure (B9): Kann ebenfalls zu Nervenschäden führen

Durchblutungsstörungen

Ein häufiger Grund für heiße Füße ist eine gestörte Blutzirkulation. Wenn das Blut nicht richtig zirkuliert, kann es zu einem Wärmegefühl in den Extremitäten kommen, da der Körper versucht, den Blutfluss zu regulieren. Eine gestörte Durchblutung kann dazu führen, dass die Füße überhitzen und sich unangenehm warm anfühlen. Besonders nachts kann dies zu unruhigem Schlaf und nächtlichem Erwachen führen.

  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK): Einschränkung der Durchblutung
  • Venenerkrankungen: Krampfadern können brennendes Gefühl verursachen

Hormonelle Veränderungen

Schwangere oder Menschen in den Wechseljahren erleben oft hormonelle Schwankungen, die zu einer Überhitzung des Körpers führen können. Dies kann sich auch in heißen Füßen äußern, insbesondere in der Nacht.

  • Wechseljahre: Hitzewallungen können sich auch auf die Füße auswirken
  • Schwangerschaft: Hormonelle Veränderungen können zu erhöhter Körpertemperatur führen
  • Schilddrüsenprobleme: Über- oder Unterfunktion kann Körpertemperatur beeinflussen

Stress und Angstzustände

Stress beeinflusst nicht nur den Geist, sondern auch den Körper. Durch die erhöhte Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin kann die Temperaturregulation des Körpers gestört werden, was zu heißen Füßen führt.

  • Erhöhte Stresshormone: Adrenalin und Cortisol können die Durchblutung beeinflussen
  • Angstzustände: Können zu verstärkter Körperwahrnehmung führen
  • Psychosomatische Beschwerden: Körperliche Symptome durch psychische Belastung

Enge Schuhe oder Socken

Wenn du tagsüber enge Schuhe oder Socken getragen hast, könnte dies ebenfalls dazu führen, dass deine Füße nachts überhitzen. Die Kompression behindert die Blutzirkulation und führt zu einem Hitzegefühl, sobald du zur Ruhe kommst.

  • Kompression: Enge Schuhe beeinträchtigen die Durchblutung
  • Wärmestau: Nicht-atmungsaktive Materialien stauen Wärme
  • Druckpunkte: Enganliegende Schuhe können Nerven reizen

Was kannst du dagegen tun?

Zum Glück gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die dir helfen können, die Beschwerden zu lindern und deine Füße wieder abzukühlen:

Kühlende Fußbäder vor dem Schlafen

Ein kühles Fußbad (ca. 18-20°C) 30 Minuten vor dem Zubettgehen kann die Füße kühlen und für besseren Schlaf sorgen.

So bereiten Sie das optimale Fußbad:

  • Wassertemperatur auf 18-20°C einstellen (lauwarm bis kühl, nicht eiskalt)
  • Badedauer: 15-20 Minuten
  • Optional Zusätze: Pfefferminzöl, Eukalyptusöl oder Rosmarin für zusätzliche Kühlwirkung
  • Epsom Salz: 2-3 Esslöffel Magnesiumsulfat wirkt entspannend auf Muskeln und Nerven
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Luftige Schlafkleidung

Vermeide es, zu dicke oder enge Socken ins Bett zu tragen. Am besten schläfst du barfuß oder mit atmungsaktiven Baumwollsocken, um die Luftzirkulation zu fördern.

  • Barfuß schlafen: Lassen Sie die Füße unbedeckt oder tragen Sie nur dünne, atmungsaktive Socken aus Naturfasern (Baumwolle, Bambus)
  • Kühle Bettwäsche: Verwenden Sie Bettwäsche aus natürlichen Materialien wie Baumwolle oder Leinen, die Feuchtigkeit ableiten
  • Optimale Schlafzimmertemperatur: 16-18°C ist ideal für erholsamen Schlaf
  • Füße leicht erhöht lagern: Ein Kissen unter den Füßen verbessert die Durchblutung und kann das Hitzegefühl reduzieren

Weitere bewährte Maßnahmen

Fußmassagen & Hautpflege

  • Gute Hautpflege: Regelmäßige Pflege der Füße mit feuchtigkeitsspendenden Cremes (z.B. mit Urea oder Aloe Vera) hält die Haut gesund und elastisch. Trockene oder rissige Haut kann die Empfindlichkeit erhöhen und das Hitzegefühl verstärken. Besonders abends vor dem Schlafengehen können pflegende Fußcremes helfen, die Haut zu beruhigen.
  • Fußmassage: Eine sanfte Fußmassage mit kühlendem Fußgel oder Mentholcreme kann helfen, die Füße zu entspannen und das Hitzegefühl zu mindern. Die Massage fördert die Durchblutung und kann Verspannungen lösen, die zu heißen Füßen beitragen können.
  • Kühlende Fußcreme oder Gel vor dem Schlafen auftragen (z.B. mit Menthol oder Minze)
  • Kühlpads oder in Wasser getränkte Tücher um die Füße wickeln

Regelmäßige Bewegung & Dehnübungen

  • Leichte sportliche Aktivitäten wie Spazierengehen oder Radfahren fördern die Durchblutung und können helfen, nächtliches Hitzegefühl zu reduzieren
  • Dehnübungen für Füße und Waden: Regelmäßige Dehnübungen vor dem Schlafengehen können Verspannungen lösen, die Durchblutung fördern und das Hitzegefühl reduzieren. Einfache Übungen wie Zehenspitzen-Kreisen, Waden-Dehnung oder Fußstrecken können sehr hilfreich sein.

Stressbewältigung

  • Da Stress ein häufiger Auslöser für körperliche Beschwerden wie heiße Füße ist, kann es hilfreich sein, Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation in deinen Alltag zu integrieren
  • Atemübungen und progressive Muskelentspannung können vor dem Schlafengehen helfen

Ernährung & Lebensstil

  • Abends auf scharfe Gewürze, Alkohol und schwere Mahlzeiten verzichten
  • Ausreichend Wasser trinken (aber nicht zu spät am Abend)
  • Bequeme, nicht zu enge Schuhe tagsüber tragen

Wann solltest du einen Arzt aufsuchen?

Auch wenn heiße Füße nachts oft harmlos sind, gibt es Fälle, in denen ärztlicher Rat notwendig ist. Wenn das Hitzegefühl von Schmerzen, Taubheitsgefühlen oder Kribbeln begleitet wird, könnte dies ein Anzeichen für eine ernsthaftere Erkrankung wie Diabetes oder eine Nervenstörung sein. Ein Besuch beim Arzt kann Klarheit schaffen und helfen, die richtige Behandlung zu finden.

Eine ärztliche Abklärung ist wichtig, um die genaue Ursache festzustellen und gezielt zu behandeln. Besuchen Sie einen Arzt, wenn:

  • Die Beschwerden über mehrere Wochen anhalten oder sich verschlimmern
  • Zusätzliche Symptome auftreten (Taubheit, Schwäche, Hautveränderungen)
  • Sie an Diabetes, Nierenerkrankungen oder anderen chronischen Erkrankungen leiden
  • Die Beschwerden den Schlaf erheblich beeinträchtigen

Ein Orthopäde, Neurologe oder Internist kann die Ursache diagnostizieren. Mögliche Untersuchungen umfassen Blutuntersuchungen (z.B. auf Vitaminmängel), Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen oder bildgebende Verfahren.

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Häufige Fragen zu heißen Füßen nachts

Bewährte Sofortmaßnahmen sind kühlende Fußbäder (18-20°C) 30 Minuten vor dem Zubettgehen, Füße außerhalb der Bettdecke lassen oder dünne Socken tragen, sowie kühlende Fußcremes oder Gele mit Menthol. Durch Hochlegen der Füße mit einem Kissen kann der Blutfluss verbessert werden.

Heiße Füße können auf das Burning-Feet-Syndrom hindeuten, eine Nervenerkrankung (Polyneuropathie). Häufige Ursachen sind Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen, hormonelle Schwankungen (besonders in den Wechseljahren), Vitaminmangel (besonders B-Vitamine) oder Nervenschäden durch Alkoholmissbrauch oder Medikamente.

Nächtliche Wärme unter der Bettdecke verstärkt das Burning-Feet-Syndrom. Zusätzlich kann Druck und Berührung durch die Bettdecke bei manchen Betroffenen zu einer Zunahme der Probleme führen. Die Beschwerden werden nachts auch stärker wahrgenommen, da weniger Ablenkung vorhanden ist und sich die Nervenaktivität in Ruhe verändert.

Bei anhaltenden oder starken Beschwerden sollten Sie einen Orthopäden, Neurologen oder Internisten aufsuchen. Der Arzt kann die Ursache diagnostizieren (z.B. durch Blutuntersuchungen auf Vitaminmängel, Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen) und eine gezielte Behandlung einleiten.

Das Burning-Feet-Syndrom ist eine Nervenerkrankung, die sich durch intensive Nervenschmerzen in den Füßen äußert. Charakteristisch sind Kribbeln, Stechen und ein brennendes Gefühl, oft begleitet von Rötungen und Empfindlichkeit der Haut. Die Erkrankung kann unterschiedliche Schweregrade haben und tritt typischerweise nachts auf.

B-Vitamine sind besonders wichtig für die Nervengesundheit. Ein Mangel an Vitamin B12, B5 (Pantothensäure), B1, B2 oder B6 kann zu heißen Füßen führen. Eine ausgewogene Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel können helfen, allerdings sollte ein Mangel zunächst ärztlich abgeklärt werden.

Bewährte Methoden zum Abkühlen sind kühlende Fußbäder (18-20°C) 30 Minuten vor dem Schlafengehen, Füße außerhalb der Bettdecke lagern, kalte Kompressen oder in kaltes Wasser getränkte Tücher um die Füße wickeln, kühlende Fußcremes oder Gele mit Menthol auftragen und Eiswürfel in einem Handtuch um die Füße wickeln. Auch das Hochlegen der Füße auf ein Kissen kann helfen.

Hormonelle Veränderungen, insbesondere ein sinkender Östrogenspiegel in den Wechseljahren, können heiße Füße verursachen. Östrogen spielt eine Schlüsselrolle bei der Regulierung der Körpertemperatur. Wenn der Östrogenspiegel sinkt, kommt es häufiger zu Hitzewallungen, die sich auch in den Füßen bemerkbar machen können. Auch Schilddrüsenhormone können die Temperaturregulation beeinflussen.

Ja, Angstzustände und Stress können heiße Füße verursachen. Durch erhöhte Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol kann die Durchblutung beeinflusst werden, was zu einem Hitzegefühl in den Füßen führen kann. Chronischer Stress aktiviert das sympathische Nervensystem, was die Körpertemperatur erhöhen kann. Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder Atemübungen können helfen.

Typische Warnzeichen sind brennende oder kribbelnde Füße, Taubheitsgefühle in den Füßen, "Ameisenlaufen" (Parästhesien), Empfindungsstörungen, Schwäche in den Beinen, Gleichgewichtsstörungen und verstärkte Symptome nachts. Bei Verdacht auf einen Vitamin-B12-Mangel sollte eine Blutuntersuchung durchgeführt werden.

Ja, bei vielen Betroffenen treten heiße Hände und Füße zusammen auf, besonders nachts. Dies kann auf dieselben Ursachen hindeuten wie Polyneuropathie, Durchblutungsstörungen, hormonelle Schwankungen oder Vitaminmangel. Wenn sowohl Hände als auch Füße betroffen sind, sollte dies dem Arzt mitgeteilt werden, da es auf eine systemische Ursache hindeuten kann.

Fazit

Heiße Füße nachts können unangenehm sein, aber oft gibt es einfache Maßnahmen, um das Problem zu beheben. Achte auf bequeme Schlafkleidung, kühlende Fußbäder und entspannende Routinen, um die Beschwerden zu lindern.

Wenn das Problem jedoch länger anhält oder mit anderen Symptomen einhergeht, solltest du sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen, um ernste gesundheitliche Ursachen auszuschließen.

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