Symptome & Ursachen

Brennende Füße

Das Gefühl von brennen, kribbeln oder stechenden Schmerzen in den Füßen kann sehr unangenehm sein und den Alltag erheblich beeinträchtigen. Erfahren Sie hier alles über die Ursachen und effektive Behandlungsmöglichkeiten.

Brennende Füße - Ursachen und Symptome

Sind brennende Füße gefährlich?

In den meisten Fällen sind brennende Füße harmlos und haben eine behandelbare Ursache. Sie können jedoch auch ein Zeichen für eine ernsthaftere Erkrankung sein, insbesondere wenn sie häufig auftreten oder von anderen Symptomen begleitet werden.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

  • Wenn die Beschwerden über mehrere Wochen anhalten oder sich verschlimmern
  • Wenn zusätzliche Symptome auftreten (Taubheit, Schwäche, Hautveränderungen)
  • Wenn Sie an Diabetes, Nierenerkrankungen oder anderen chronischen Erkrankungen leiden
  • Wenn die Beschwerden den Schlaf oder Alltag erheblich beeinträchtigen

Wenn brennende Füße über einen längeren Zeitraum anhalten oder starke Beschwerden verursachen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, um die Ursache zu klären und eine gezielte Behandlung zu erhalten.

Typische Symptome bei brennenden Füßen

Brennende Füße können sich auf unterschiedliche Weise äußern. Die Symptome können einzeln oder in Kombination auftreten und in ihrer Intensität variieren:

Hauptsymptome

  • Brennendes Gefühl: Intensive Hitze oder Brennen in den Fußsohlen
  • Kribbeln: Prickelnde oder "elektrische" Empfindungen
  • Stechen: Nadelstich-artige Schmerzen

Begleitsymptome

  • Parästhesien: "Ameisenlaufen" oder Taubheitsgefühle
  • Empfindungsstörungen: Überempfindlichkeit oder verminderte Empfindung
  • Rötungen: Gerötete oder geschwollene Haut an den Füßen

Die Symptome treten häufig nachts auf, können aber auch tagsüber auftreten, besonders bei längerem Stehen oder Gehen, Hitze oder körperlicher Anstrengung.

Häufige Ursachen für brennende Füße

Neuropathie (Nervenschäden)

Die häufigste Ursache für brennende Füße ist eine Schädigung der peripheren Nerven (Polyneuropathie). Dies kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden:

  • Diabetes mellitus: Die diabetische Neuropathie ist eine häufige Komplikation bei Diabetikern. Hohe Blutzuckerwerte können die peripheren Nerven schädigen.
  • Alkoholmissbrauch: Langfristiger Alkoholkonsum kann Nerven schädigen und zu alkoholischer Neuropathie führen.
  • Vitaminmangel: Besonders B-Vitamine (B12, B1, B6) und Magnesium sind wichtig für die Nervengesundheit.
  • Medikamente: Bestimmte Medikamente (z.B. Chemotherapeutika) können Neuropathie auslösen.
  • Infektionen: Virus- oder Bakterieninfektionen können Nervenschäden verursachen.

Durchblutungsstörungen

Ein häufiger Grund für brennende Füße ist eine gestörte Blutzirkulation. Wenn das Blut nicht richtig zirkuliert, kann es zu einem Wärmegefühl in den Extremitäten kommen.

  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK): Einschränkung der Durchblutung durch verengte Arterien.
  • Venenerkrankungen: Krampfadern oder Thrombosen können brennendes Gefühl verursachen.
  • Raynaud-Syndrom: Durchblutungsstörungen in den Extremitäten.

Hormonelle Veränderungen

Schwangere oder Menschen in den Wechseljahren erleben oft hormonelle Schwankungen, die zu einer Überhitzung des Körpers führen können.

  • Wechseljahre: Hitzewallungen können sich auch auf die Füße auswirken.
  • Schwangerschaft: Hormonelle Veränderungen können zu erhöhter Körpertemperatur führen.
  • Schilddrüsenprobleme: Über- oder Unterfunktion kann Körpertemperatur beeinflussen.

Stress und Angstzustände

Stress beeinflusst nicht nur den Geist, sondern auch den Körper. Durch die erhöhte Ausschüttung von Stresshormonen kann die Temperaturregulation gestört werden.

  • Erhöhte Herzfrequenz: Führt zu stärkerer Durchblutung.
  • Muskelverspannungen: Können Nerven reizen.
  • Veränderte Schmerzwahrnehmung: Stress kann die Empfindlichkeit erhöhen.

Falsches Schuhwerk

Enge oder schlecht sitzende Schuhe können Druck auf die Nerven ausüben und die Durchblutung behindern.

  • Kompression: Behindert die Blutzirkulation.
  • Wärmestau: Synthetische Materialien fördern die Hitzeentwicklung.
  • Nervendruck: Zu enge Schuhe können Nerven komprimieren.

Weitere mögliche Ursachen

  • Infektionen: Pilzinfektionen oder bakterielle Infektionen der Füße.
  • Entzündungen: Rheuma oder andere entzündliche Erkrankungen.
  • Nierenerkrankungen: Können zu toxischen Substanzen im Blut führen.
  • Erythromelalgie: Eine seltene Erkrankung mit brennenden, geröteten Extremitäten.

Behandlungsmöglichkeiten bei brennenden Füßen

Die Behandlung von brennenden Füßen hängt von der zugrundeliegenden Ursache ab. Bei Neuropathie können Medikamente, Physiotherapie oder Nahrungsergänzungsmittel helfen. Bei Durchblutungsstörungen ist oft eine medizinische Behandlung notwendig.

Generell können kühlende Fußbäder, Massagen und entspannende Maßnahmen die Symptome lindern. Bei anhaltenden Beschwerden ist ein Arztbesuch wichtig, um die Ursache zu klären.

Medikamentöse Behandlung

Je nach Ursache können verschiedene Medikamente verschrieben werden:

  • Schmerzmittel: Ibuprofen oder Paracetamol können leichte Schmerzen lindern.
  • Antidepressiva: Bestimmte Antidepressiva (z.B. Amitriptylin) können bei neuropathischen Schmerzen helfen.
  • Antiepileptika: Medikamente wie Gabapentin oder Pregabalin werden bei Nervenschmerzen eingesetzt.
  • Topische Cremes: Cremes mit Capsaicin oder Lidocain können lokal betäubend wirken.

Hausmittel und Sofortmaßnahmen

Diese Maßnahmen können sofortige Linderung verschaffen:

  • Kühlende Fußbäder: Kaltes Wasser (18-20°C) für 10-15 Minuten kann die Füße abkühlen.
  • Kalte Kompressen: In kaltes Wasser getränkte Tücher um die Füße wickeln.
  • Fußmassage: Sanfte Massagen fördern die Durchblutung und können Verspannungen lösen.
  • Füße hochlagern: Verbessert die Durchblutung und kann das Hitzegefühl reduzieren.

Nahrungsergänzungsmittel

Bei Vitaminmängeln können Nahrungsergänzungsmittel helfen:

  • B-Vitamine: Besonders B12, B1, B6 und B5 (Pantothensäure) sind wichtig für die Nervengesundheit.
  • Magnesium: Kann bei Nervenreizungen helfen.
  • Alpha-Liponsäure: Wird bei diabetischer Neuropathie eingesetzt.

Wichtig: Nahrungsergänzungsmittel sollten nur nach ärztlicher Abklärung eingenommen werden.

Lebensstil-Änderungen

Ernährung

  • Ausgewogene Ernährung mit ausreichend B-Vitaminen
  • Vermeidung von Alkohol (besonders bei alkoholischer Neuropathie)
  • Blutzuckerkontrolle bei Diabetes

Fußpflege

  • Bequeme, nicht zu enge Schuhe tragen
  • Regelmäßige Fußpflege und Hautpflege
  • Vermeidung von zu engen Socken

Bewegung

  • Regelmäßige, leichte Bewegung fördert die Durchblutung
  • Physiotherapie bei Nervenschäden

Entspannung

  • Stressreduktion durch Entspannungstechniken
  • Ausreichend Schlaf und Ruhephasen
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Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Auch wenn brennende Füße oft harmlos sind, gibt es Fälle, in denen ärztlicher Rat notwendig ist. Wenn das Brennen von Schmerzen, Taubheitsgefühlen oder Kribbeln begleitet wird, könnte dies ein Anzeichen für eine ernsthaftere Erkrankung sein.

  • Die Beschwerden über mehrere Wochen anhalten oder sich verschlimmern
  • Zusätzliche Symptome auftreten (Taubheit, Schwäche, Hautveränderungen)
  • Sie an Diabetes, Nierenerkrankungen oder anderen chronischen Erkrankungen leiden
  • Die Beschwerden den Schlaf oder Alltag erheblich beeinträchtigen

Ein Orthopäde, Neurologe oder Internist kann die Ursache diagnostizieren. Mögliche Untersuchungen umfassen Blutuntersuchungen (z.B. auf Vitaminmängel), Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen oder bildgebende Verfahren.

Häufige Fragen zu brennenden Füßen

In den meisten Fällen sind brennende Füße harmlos und haben eine behandelbare Ursache. Sie können jedoch auch ein Zeichen für eine ernsthaftere Erkrankung sein, insbesondere wenn sie häufig auftreten oder von anderen Symptomen begleitet werden. Wenn brennende Füße über einen längeren Zeitraum anhalten oder starke Beschwerden verursachen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Die häufigsten Ursachen sind Neuropathie (Nervenschäden) durch Diabetes, Alkoholmissbrauch oder Nährstoffmängel, Durchblutungsstörungen (PAVK, Venenerkrankungen), hormonelle Veränderungen (Wechseljahre), Schilddrüsenprobleme, Stress und Angstzustände sowie falsches Schuhwerk. Auch Medikamente, Infektionen oder Entzündungen können brennende Füße verursachen.

Bei anhaltenden oder starken Beschwerden sollten Sie einen Orthopäden, Neurologen oder Internisten aufsuchen. Der Arzt kann die Ursache diagnostizieren (z.B. durch Blutuntersuchungen auf Vitaminmängel, Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen, Ultraschalluntersuchungen) und eine gezielte Behandlung einleiten.

Die Behandlung hängt von der zugrundeliegenden Ursache ab. Bei Neuropathie können Medikamente (Schmerzmittel, Antidepressiva, Antiepileptika), Physiotherapie oder Nahrungsergänzungsmittel (B-Vitamine, Magnesium) helfen. Bei Durchblutungsstörungen ist oft eine medizinische Behandlung notwendig. Kühlende Fußbäder, Massagen, Entspannungstechniken und angepasste Ernährung können die Symptome lindern.

Das Burning-Feet-Syndrom ist eine Nervenerkrankung, die sich durch intensive Nervenschmerzen in den Füßen äußert. Charakteristisch sind Kribbeln, Stechen, ein brennendes Gefühl und "Ameisenlaufen" (Parästhesien), oft begleitet von Rötungen und Empfindlichkeit der Haut. Die Erkrankung kann unterschiedliche Schweregrade haben und tritt typischerweise nachts auf.

Ja, diabetische Neuropathie ist eine häufige Komplikation bei Diabetes und eine der häufigsten Ursachen für brennende Füße. Hohe Blutzuckerwerte können die peripheren Nerven schädigen, was zu brennenden, kribbelnden oder tauben Füßen führen kann. Eine gute Blutzuckereinstellung ist daher wichtig.

B-Vitamine sind besonders wichtig für die Nervengesundheit. Ein Mangel an Vitamin B12, B5 (Pantothensäure), B1, B2 oder B6 kann zu brennenden Füßen führen. Auch Magnesium und Vitamin D können helfen. Eine ausgewogene Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel können unterstützen, allerdings sollte ein Mangel zunächst ärztlich abgeklärt werden.

Sofortige Linderung können kühlende Fußbäder (18-20°C), kalte Kompressen oder in kaltes Wasser getränkte Tücher um die Füße wickeln, kühlende Fußcremes oder Gele mit Menthol auftragen, Füße hochlagern, lockere Schuhe und Socken tragen sowie sanfte Fußmassagen bringen. Bei anhaltenden Beschwerden sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden.

Ja, brennende Füße können sowohl tagsüber als auch nachts auftreten. Tagsüber werden sie oft durch langes Stehen oder Gehen, enge Schuhe, Hitze oder körperliche Anstrengung verstärkt. Nachts können sie durch die Bettwärme und fehlende Ablenkung stärker wahrgenommen werden.

Ja, bei vielen Betroffenen treten brennende Hände und Füße zusammen auf. Dies kann auf dieselben Ursachen hindeuten wie Polyneuropathie, Durchblutungsstörungen, hormonelle Schwankungen oder Vitaminmangel. Wenn sowohl Hände als auch Füße betroffen sind, sollte dies dem Arzt mitgeteilt werden, da es auf eine systemische Ursache hindeuten kann.

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